Backpacken in Sri Lanka

Es ist jetzt zwar schon eine Weile her, ich möchte dennoch kurz (wenn das denn geht) von meinem diesjährigen Trip durch Sri Lanka berichten und vorallem ein paar Aufnahmen zeigen. Es war seit 2010 (Thailand) die erste längere Reise von einem ganzen Monat.

Strassenschild mit TeetasseZunächst führte unsere Reise - ich war übrigens unterwegs mit meiner Freundin - ausgehend von Colombo mit dem Zug über Kandy in das zentrale Hochland. Wir quartierten uns für zwei, drei Tage in Ella ein, ein Urlaubsort umgeben von Teeplantagen und einigen nahegelegenen Ausflugszielen. Hier ist ein wirklich guter Ort, um die srilankesische Teekultur schätzen und lieben zu lernen. Tatsächlich finden selbst eingefleischte Kaffe-Junkies in den traumhaften Ceylon-Sorten einen mindestens ebenbürtigen Ersatz. Und mal ganz ehrlich: Guter Kaffee ist hier rar und dazu vergleichsweise teuer!

Nach Ella ging es straight Richtung Ostküste, den hohen Wellen entgegen. Das Ziel die Arugam Bay, ein Surfer-Eldorado mit Flair, erreichten wir nach einigen Stunden Fahrt mit dem Linienbus. Man muss es wirklich wollen, denn es ist gar nicht so leicht in den Genuss einer solchen Fahrt zu kommen. Es dauert gewöhnlich etwas bis man allen Touristenschleppern geduldig erklärt hat, dass man auf jeglichen Komfort verzichten möchte, um sich mit den Einheimischen auf eine stundenlange Schaukeltour zu begeben. Als der Bus ankommt übergibt ein kleiner Junge sein Reisfrühstück aus dem Fenster. Na dann, rein ins Vergnügen! Hier bekommt man authentisches Reisefeeling mit viel Körperkontakt, Geschaukel und so manchen Gerüchen. Ab und an erwischt man einen quietschbunten "Party"-Bus mit Original Sri Lanka Mukke. Geil!

Angekommen am langersehnten Ziel erblickt man endlose Sandstrände, hohe Wellen und natürlich so manchen Surfaer. Man hat sich schnell eingelebt in dieser kleinen Oase. Hang Loose sag ich nur!

Surfer am endlosen Strand der Arugam Bay

Derselbe Strand in etwas anderer Stimmung eingefangen:

Sandstrand

Nach einigen Tagen Aufenthalt zogen wir entlang der Küste zu dem weiter nördlich gelegenen Städtchen Batticaloa. Batticaloa hat keine spektakulären Sehenswürdigkeiten zu bieten, wahrscheinlich wurden deshalb Geschichten über "singende Fische" erfunden, um die Stadt attraktiver wirken zu lassen. Unser usrprünglicher Plan bei Batticaloa Tauchen zu gehen erübrigte sich, als sich herausstellte, dass der Tauchlehrer der ansässigen Tauchschule nicht vorort war. Trotzdem hatten wir eine gute Zeit dort und wir lernten ein nettes Schweizer Pärchen kennen. Mit diesen verabredeten wir uns auch noch für die nächsten Reisestationen Sigeriya und Trincomalee.

Einkaufsstraße in Batticaloa

Navalady-Strand

Die Strände von Batticaloa sind an sich sehr schön, allerdings zum Baden zu gefährlich, einsam und etwas verwahrlost. Hier und da sieht man eingestürzte Gebäude, die eine grobe Vorstellung von den Ausmaßen des Tsunamis (2004) geben.

Kuh am Navalady-Strand

Nachdem wir Batticaloa verlassen hatten, fuhren wir weiter nördlich zu den paradisischen Stränden Passekuddah und Kalkuddah. Vorallen Dingen der Strand Kalkuddah mit seinem kristallklaren Wasser hat es uns sehr angetan. In Moni's Guesthouse bereitete der Besitzer erstklassigen Fisch zu.

Kalkuddah

In Sigeriya warteten einige Highlights auf uns. Zum einen natürlich die Festungsruine auf dem gleichnamigen Monolithen (aber sehr teuer!), dann der Dambulla-Tempel, die umwerfende Aussicht des Pidurangala-Felsens und das Beobachten einer Elefanten-Herde in freier Wildbahn.

Schlafender Affe - Dambulla-Tempelanlage

In In Trincomalee holten wir dann das Tauchen nach. Wir machten unseren ersten Tauchgang  mit Höhlendurchquerung und sahen Oktopusse bei der Paarung (diese wechselten tatsächlich ihr Färbung!).

Von Trincomalee fuhren wir auf der wohl schrecklichsten Straße, die uns jemals begegnet ist, nach Mihintale. Obwohl die Bezeichnung "Straße" vielleicht etwas hochgegriffen ist: Es war eher eine rote Sandpiste mit unzähligen Schlaglöchern. Äußerst praktisch war da natürlich die Tatsache, dass in Sri Lanka alle Busse mit offenen Fenstern und Türen fahren! Jedenfalls stiegen wir völlig zugestaubt, mit verfilztem Haar und durchgeschüttelten Knochen in dem eher untouristischen Örtchen Mihintale aus. Die Tempelanlagen dort sind wirklich sehr schön und nicht so überteuert wie das nahegelegene Anuradhapura.

Als Zwischenstop nach Kandy hatten wir uns Matale ausgesucht, um dort einen der zahlreichen Gewürzgärten zu besuchen. In Kandy sahen wir uns das einzigarte Esala Perahera -Fest an. Eine nächtliche Parade mit Tänzern, Trommlern und vorallem vielen, vielen geschmückten Elefanten.

Von dort ging es zurück über Colombo Richtung Südküste. Trotz Regenzeit hatten wir erstklassiges Wetter und wir konnten noch einmal Strand und Meer genießen (Mirissa!).

Mirissa

Wirklich empfehlenswerte ist auch die von den Niederländern errichtete Festung Galle, welche sich von allen anderen Städten komplett abhebt. Galle wirkt wie eine alte europäische Stadt, mit seinen verwinkelten Gässchen, viele Lädchen, Cafés und Restaurants. Am Abend flannieren die unterschiedlichsten Menschen auf den Festungsmauern entlang.

Spaziergänger in Galle

Nach diesen schönen letzten Tagen flogen wir von Colombo aus, über Dubai, zurück nach Deutschland.